Sharing is Caring!

Seit 7 Tagen etwa bin ich zurück in der Hauptstadt – und viel ist seither passiert.

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Nachdem ich 14 Tage lang durch 9 Bundesländer gehitchhikt bin und mit mehr als 170 Menschen über Bildung gesprochen und diskutiert hatte, brauchte ich eine kleine Pause.

Der Deal: 0 Euro für Transport & Unterkunft, was die 2171 km und die mehr als 40 Mitfahrgelegenheiten sehr spannend, aber auch zu einer energetischen Herausforderung gemacht hat .

Auch wenn ich nicht zum Bloggen gekommen bin, so hat meine Pause trotzdem nicht lange angehalten: schon am Tag meiner Rückkunft wurde ich von einer großen Tageszeitung kontaktiert und um ein Interview gebeten. Generell scheint es mir immer mehr so, als ob sich meine Reise herumgesprochen hat. Obwohl wir so gut wie keine Werbung gemacht haben und keine Medien aktiv kontaktiert haben (weil wir auf das Outcome der Reise warten wollten), wurde ich seit meiner Rückkehr von jedem (!) den ich getroffen habe auf „Land der Bildung“ angesprochen. Schon während der Reise hat uns das Echo überrascht,  aber die Intensität und Vielzahl der Rückmeldungen seitdem ich wieder in Wien bin. Ich kann mich schwer an einem Ort aufhalten, ohne in ein Gespräch über das Projekt verwickelt zu werden. Wow!
Ich will an dieser Stelle auch im Namen von Mathias und Clemens ein riesiges Dankeschön an unsere Unterstützer und Follower aussprechen. Unzählige Anrufe, E-Mails und Nachrichten haben mich Tag für Tag ermutigt und auch die härtesten Tage „on the road“, bei keiner Ruhepause und -10 Grad weitermachen lassen.

Dieser Post ist also zum einen als Lebenszeichen, soll aber auch zur Beantwortung einiger Fragen, die mir immer wieder gestellt wurden und werden, dienen. Außerdem gibt’s einen kurzen Einblick in die vergangene Woche und  ihr erfahrt, was euch in der kommenden Woche erwartet.

 

Die häufigsten Fragen könnt ihr unter dem Menüpunkt FAQs (Frequently Asked Questions) abrufen. -

Eine der Fragen möchte ich auch noch speziell in diesem Post beantworten.

Oft wird mir nämlich die Frage gestellt: „Was kommt jetzt? Seid ihr auch nur eine der vielen Bildungsinitiativen, die dann schließlich ins Leere gehen?“.

Dazu meine Antwort: Wie das Projekt konkret ausschauen wird, werden in wir in den nächsten Wochen eruieren und mit euch teilen. Momentan konzentrieren wir uns auf die Aufarbeitung und Verarbeitung der Bildungsreise – wir haben unheimlich viel wertvollen Input sammeln können und müssen diesen erst aufbereiten, bevor wir Schlüsse daraus ziehen können. Da die gesamte Reise eine sehr spontane Aktion war (Vorlaufzeit: 2 Wochen) war sie auch für uns selbst ein spannender Lern- und Bildungsprozess. Die 4 Grundfragen zum Beispiel, die ich jedem gestellt habe, mit dem ich über Bildung reden durfte, haben sich erst während des Trips herauskristallisiert, genauso wie die Route völlig offen war. (Ich bin nur an Orte gefahren, die mir von Personen während der Reise empfohlen bzw. ans Herz gelegt wurden.)

Es wird kommendes Wochenende eine Teamklausur stattfinden, wo es auch zu einer Entscheidung kommen wird, in welche Richtung sich das Projekt „Land der Bildung“ weiterhin bewegt.
In den kommenden Wochen werden wir euch außerdem detaillierter von den spannenden Leuten erzählen, die ich in meiner zweiten Woche on tour kennengelernt habe und eine schlüssige Conclusio der Reise verfassen.

Ihr dürft also gespannt sein; wir halten euch auf dem Laufenden!

Ich bekomme ständig Feedback, Input, Tipps, Verlinkungen. Das Thema beschäftigt scheinbar wirklich jeden auf die eine oder andere Weise. Falls ihr noch keine Chance hattet, uns euer Input mitzuteilen und diesen jetzt schon, bevor unser Projekt losstarten wird, an uns weiterleiten wollt, schickt uns einfach ein Mail an: stephanie@landderbildung.at.

 

Nun noch zu meinen persönlichen Eindrücken der letzten Woche:

Die ersten 24h waren ein kleiner Schock für mich. Ich hatte mich mittlerweile so sehr an meinen Rucksack, den Daumen und keine Privatsphäre gewöhnt. Wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen und mich „nur“ mit einer Handvoll Leuten über das Thema Bildung auszutauschen kam mir im ersten Augenblick eigenartig vor.

Gleichzeitig merkte ich aber auch sehr schnell, dass ich diese Pause wirklich brauchte. Die zweite Woche war schon eine ziemliche Herausforderung für mich gewesen, denn ich merkte eindeutig, dass die notwendige Energie dafür aus meinen Reservebatterien kam. Durch den Zeitdruck (2 Wochen Reisedauer) hatte ich keinen Tag, den ich rasten konnte.  Das zusätzliche Ziel, alle Bundesländer in diesen 2 Wochen zu bereisen, machte es nicht einfacher. Aber gerade deshalb dürft ihr umso gespannter sein, was mir in der zweiten Woche so alles passiert ist und was ich über den persönlichen Bezug zum Thema Bildung herausgefunden habe.

 

Eines der schönsten Erlebnisse seit meiner Rückkunft war ein Innovation-Camp in Niederösterreich. Ich durfte als Seminartrainerin 30 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren 24 Stunden dabei begleiten, neue, kreative Konzepte für die Firma Sonnentor zu basteln.

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Es war großartig zu sehen, was Jugendliche in diesem Alter kreativ leisten können, wenn man ihnen das notwendige Vertrauen und die richtigen Möglichkeiten gibt.  Als ich sie während des Camps zum Thema Bildung befragte, bekam ich Antworten wie „Bildung findet für mich in der Schule statt, trotzdem finde ich solche Projektmöglichkeiten sehr wichtig als Ergänzung zum gewöhnlichen Unterricht. Ich kann mich hier nicht nur mit anderen SchülerInnen austauschen, sondern auch von ihnen lernen und meine Gruppe mit meinen Fähigkeiten unterstützen. Bildung ist genau so ein Austausch für mich.“

Ein anderer Schüler antwortete: „Bildung hat für mich nicht direkt mit Schule zu tun. Ich gehe sehr selten in die Schule, da dort die meisten LehrerInnen den Stoff einfach runterbeten. Mir ist es lieber, wenn ich mich zu Hause einfach 2 Stunden hinsetze und ihn mir zum Großteil selber beibringe.“

Man kann an Kommentaren wie diesem die Vielfalt unter den Schülerinnen und Schülern sehr gut erkennen und auch die Diversität ihrer individuellen Motivation. Die Veranstaltung im Waldviertel nahm mir zwar die Zeit, einen neuen Blogpost zu schreiben, gab mir aber auf der anderen Seite weitere interessante Einblicke in das „Land der Bildung“.

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Ein weiteres, wirklich lustiges Erlebnis der letzten Woche war meine Geburtstagsfeier im Ost Klub. Als ich beim Buffet stand, starrte mich dann ein Mädchen eine ganze Weile an, bis es plötzlich aus ihr herausbrauch: „Du bist doch diese Bildungsreisende, oder?!“.

Ich verschluckte mich fast und musste innerlich lachen. „Bildungsreisende“, so hatte mich noch niemand angesprochen, aber das mich sogar jemand ohne Haube und Likedaumen darauf anspricht hätte ich mich während meiner Reise nicht zu träumen gewagt.
Die Reichweite dieses Blogs überrascht mich immer wieder und ich werde mein Bestes geben, auch die zweite Woche meiner Reise spannend wiederzugeben.

Gestärkt also mit vielen neuen Eindrücken, zurückgewonnener Privatsphäre und unglaublichem Rückhalt, starte ich gemeinsam mit Mathias und Clemens los in die Aufarbeitung des wertvollen Contents, den wir dank eurer Hilfe sammeln konnten. Ihr dürft gespannt sein auf das Projekt, das sich aus entwickelt – wir können es selbst kaum erwarten!  Um die Zwischenzeit besser zu überbrücken gibt es hier die Möglichkeit, sich für unseren Newsletter anzumelden. (In der rechten Seitenleiste der Webseite einfach eintragen.)

Es ist schön, wieder in Wien zu sein und noch schöner, die Gewissheit zu haben, dass Bildung ein Thema ist, das nicht nur mein Umfeld hier in der Hauptstadt beschäftigt.

1 Comment

  1. Ich bin im Kernteam der “Schule im Aufbruch”, initiierte die erste öffentliche “Lerngemeinschaft” (–> Kinder aller Begabungsarten von 1. bis 8./9. Schulstufe; http://www.lerngemeinschaft15.at), arbeite auch sehr gerne mit StudentInnen und LehrerInnen, liebe es, Menschen zu vernetzen, …..und finde den blog, die Idee, die Umsatzung grandios!!!!!

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